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Stürze zu Hause vermeiden: Checkliste Raum für Raum

Damit Ihre Mutter oder Ihr Vater zu Hause nicht stürzt, helfen vor allem gutes Licht, freie Wege, rutschfeste Böden und Haltegriffe an den richtigen Stellen. Genauso wichtig sind Bewegung, feste Schuhe und ein ärztlicher Blick auf die Medikamente. Unsere Checkliste führt Sie Raum für Raum durch die Wohnung.

Ein Sturz passiert oft in Sekunden: nachts auf dem Weg zur Toilette, an der Teppichkante im Flur oder auf nassem Laub vor der Haustür. Viele dieser Situationen lassen sich vorhersehen – und entschärfen. Mit dieser Checkliste gehen Sie die Wohnung Ihrer Mutter, Ihres Vaters oder Ihre eigene Raum für Raum durch.

Kurz gesagt: Die meisten Stolperfallen zu Hause lassen sich mit wenig Aufwand beseitigen. Sorgen Sie für gutes Licht, freie Wege, feste Teppiche, rutschfeste Flächen im Bad und Haltegriffe dort, wo man sich festhalten muss. Genauso wichtig sind regelmäßige Bewegung, gut sitzende Schuhe und ein ärztlicher Blick auf die Medikamente. Gehen Sie die Wohnung einmal in Ruhe durch, am besten gemeinsam mit dem Menschen, der dort lebt.

Was bedeutet Sturzprophylaxe zu Hause?

Sturzprophylaxe bedeutet, Stürzen gezielt vorzubeugen und ihre Folgen möglichst gering zu halten. Zu Hause heißt das: die Wohnung sicherer machen, Kraft und Gleichgewicht erhalten und gesundheitliche Ursachen erkennen. Keine dieser Maßnahmen wirkt allein so gut wie alle zusammen.

Der Begriff stammt aus der Pflege. Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat dazu einen Expertenstandard veröffentlicht, zuletzt aktualisiert 2022. Er richtet sich an Pflegefachleute. Seine Grundgedanken helfen aber auch Familien: Risiken erkennen, Bewegung fördern, die Umgebung anpassen. Und: Menschen sollen dabei so selbstbestimmt wie möglich bleiben. Die Expertengruppe spricht sich ausdrücklich gegen freiheitsentziehende Maßnahmen zur Sturzvermeidung aus, etwa gegen Bettgitter, nur um jemanden am Aufstehen zu hindern.

Wichtig: Sturzprophylaxe heißt nicht, sich weniger zu bewegen. Wer aus Angst sitzen bleibt, verliert Kraft und Sicherheit – und stürzt dadurch eher.

Warum stürzen ältere Menschen?

Ältere Menschen stürzen meist nicht aus einem einzigen Grund. Fast immer kommen mehrere Faktoren zusammen: nachlassende Kraft und Balance, schlechteres Sehen, Medikamente mit Nebenwirkungen und Hindernisse in der Wohnung. Je mehr davon zutreffen, desto höher ist das Risiko.

Stürze sind im Alter häufig. Nach Daten des Robert Koch-Instituts gab 2022 rund ein Viertel der Menschen ab 65 Jahren an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal gestürzt zu sein. Knapp zehn Prozent waren sogar mehrmals gestürzt. Mit dem Alter steigt der Anteil weiter.

Der Expertenstandard Sturzprophylaxe ordnet die Risikofaktoren in drei Gruppen. Die folgende Übersicht nennt Beispiele daraus:

  • Faktoren, die die Person betreffen: Probleme mit dem Gleichgewicht, eingeschränktes Sehvermögen, kognitive Einschränkungen wie eine Demenz. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) nennt außerdem verminderte Muskelkraft, eingeschränkte Beweglichkeit, Inkontinenz, Schwindel sowie Schlafstörungen und Müdigkeit.
  • Faktoren, die mit Medikamenten zusammenhängen: Mittel, die auf die Psyche wirken, etwa Beruhigungs- oder Schlafmittel, Blutdrucksenker und die Einnahme vieler Medikamente gleichzeitig.
  • Faktoren aus der Umgebung: Hindernisse auf dem Boden, schlechte Beleuchtung und ungeeignetes Schuhwerk.

Ein weiterer Punkt wird oft unterschätzt: Wer schon einmal gestürzt ist, hat ein höheres Risiko, erneut zu fallen. Darauf weist unter anderem die AOK hin. Dazu kommt die Angst. Laut ZQP kann ein Sturz stark verunsichern. Viele Betroffene bewegen sich danach weniger und ziehen sich zurück. Genau das schwächt die Muskulatur weiter.

Harndrang in der Nacht ist ein gutes Beispiel dafür, wie Faktoren zusammenwirken: Man steht schnell auf, der Kreislauf ist noch nicht da, das Licht ist aus, der Weg zum Bad führt über eine Teppichkante. Jeder Punkt für sich wäre vielleicht harmlos. Zusammen werden sie gefährlich.

Wie gehen Sie beim Wohnungscheck am besten vor?

Gehen Sie die Wohnung gemeinsam mit der Person ab, die dort lebt, und zwar genau die Wege, die sie jeden Tag geht. Achten Sie auf Licht, Boden, Möbel und Stellen zum Festhalten. Notieren Sie alles, was Ihnen auffällt, und ordnen Sie es danach: sofort erledigen, bald angehen, beraten lassen.

  1. Wege nachgehen: Vom Bett zum Bad, vom Sessel zur Küche, von der Haustür zum Briefkasten. Nutzt Ihre Mutter einen Rollator oder Gehstock, gehen Sie die Wege damit ab.
  2. Zur „kritischen“ Zeit prüfen: Schauen Sie sich die Wohnung auch abends an, wenn wenig Licht ist. Viele Stürze passieren im Halbdunkel.
  3. Nachfragen: Wo fühlt sich Ihr Vater unsicher? Wo hält er sich an Möbeln fest? Stühle, Türrahmen oder Handtuchhalter, die als Stütze dienen, zeigen, wo ein Haltegriff fehlt.
  4. Nicht alles auf einmal: Beginnen Sie mit den Stellen, die am häufigsten genutzt werden, meist Bad und Schlafzimmer.
  5. Gewohnheiten respektieren: Der Lieblingsteppich muss nicht immer weg. Oft reicht eine Antirutschunterlage. Veränderungen, die gemeinsam entschieden werden, werden auch beibehalten.

Checkliste Raum für Raum

Die folgende Checkliste hilft Ihnen, Stolperfallen in der Wohnung systematisch zu finden. Sie müssen nicht jeden Punkt umsetzen. Haken Sie ab, was bereits passt, und markieren Sie, was noch fehlt.

Grundriss einer Wohnung mit rot markierten Stolperfallen in Flur, Wohnzimmer, Bad, Schlafzimmer, Küche und Eingang und grünen Lösungen daneben

Flur und Eingang

  • Ist der Flur hell genug, und gibt es an beiden Enden einen Lichtschalter?
  • Schaltet sich das Licht bei Bedarf automatisch ein, zum Beispiel über einen Bewegungsmelder? Die Aktion Das Sichere Haus empfiehlt Bewegungsmelder unter anderem an Haustür, Treppe und Flur.
  • Stehen Schuhe, Taschen oder Einkäufe auf dem Boden? Ein Schuhregal und ein fester Platz für die Tasche schaffen Ordnung.
  • Liegen Läufer oder Fußmatten lose auf? Entfernen Sie sie oder sichern Sie sie mit einer rutschhemmenden Unterlage.
  • Gibt es an Treppen einen stabilen Handlauf, besser noch auf beiden Seiten?
  • Sind Stufenkanten gut zu erkennen, etwa durch einen farbigen Streifen?
  • Gibt es eine Sitzgelegenheit zum Schuheanziehen? Wer sich dafür auf ein Bein stellt, verliert leicht das Gleichgewicht.
  • Stört eine Türschwelle, etwa an der Wohnungstür oder zum Balkon? Hier helfen oft Rampen und Türschwellenrampen.

Wohnzimmer

  • Verlaufen Kabel von Lampe, Fernseher oder Telefon quer durch den Raum? Führen Sie sie an der Wand entlang oder in einem Kabelkanal.
  • Sind die Laufwege frei? Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen rät, überflüssige Kleinmöbel wie Beistelltische oder Blumenständer zu entfernen.
  • Haben Teppiche hochstehende Kanten oder rutschen sie? Sichern Sie sie mit Antirutschmatten oder Teppichstoppern – oder nehmen Sie sie weg.
  • Hat der Sessel eine gute Sitzhöhe und feste Armlehnen, an denen man sich beim Aufstehen abdrücken kann?
  • Steht das Telefon in Reichweite? Ein schnurloses Telefon erspart den eiligen Weg zum Apparat.
  • Lassen sich Leselampe und Deckenlicht leicht erreichen?

Bad und WC

Im Bad kommen nasse Flächen, enge Räume und viele Bewegungswechsel zusammen: hinsetzen, aufstehen, über den Wannenrand steigen. Deshalb lohnt sich hier ein besonders genauer Blick.

  • Liegt in Badewanne und Dusche eine rutschfeste Matte?
  • Ist der Boden vor Wanne und Dusche rutschhemmend, etwa durch einen Vorleger mit Antirutschrücken?
  • Gibt es Haltegriffe an Wanne, Dusche und WC? Handtuchhalter oder Waschbecken sind keine sicheren Griffe.
  • Ist die Toilette so hoch, dass das Aufstehen leichtfällt? Sonst hilft eine Toilettensitzerhöhung.
  • Kann in der Dusche im Sitzen geduscht werden, zum Beispiel auf einem Duschhocker?
  • Ist der Einstieg in die Badewanne noch sicher möglich? Ein Badewannenlifter kann das Hineinsteigen ersetzen.
  • Gibt es nachts Licht auf dem Weg ins Bad, zum Beispiel ein Nachtlicht in der Steckdose?
  • Lässt sich die Badezimmertür im Notfall von außen öffnen?

Einen Überblick über Griffe, Sitze und Lifter finden Sie auf unserer Seite Hilfe im Bad.

Merksatz fürs Bad: Überall dort, wo man sich hinsetzt, aufsteht oder über eine Kante steigt, gehört ein fester Griff hin.

Schlafzimmer

  • Lässt sich vom Bett aus Licht einschalten, ohne aufzustehen? AOK und DAK raten zu einer Lampe oder einem Schalter in Reichweite.
  • Ist der Weg vom Bett zum Bad frei und nachts beleuchtet, etwa mit Nachtlicht oder Bewegungsmelder?
  • Hat das Bett eine Höhe, bei der die Füße im Sitzen flach auf dem Boden stehen? Zu niedrige Betten erschweren das Aufstehen.
  • Liegt vor dem Bett ein loser Teppich? Er ist eine der klassischen Stolperfallen beim nächtlichen Aufstehen.
  • Stehen Brille, Telefon und Wasserglas griffbereit auf dem Nachttisch?
  • Stehen Hausschuhe mit fester Ferse und rutschfester Sohle bereit?
  • Stehen Gehhilfen nachts in Reichweite, mit festgestellter Bremse?

Wird das Aufstehen aus dem Bett zunehmend schwer, kann ein elektrisches Pflegebett helfen. Es lässt sich in der Höhe verstellen und erleichtert so das Hinsetzen und Aufstehen. Wann die Kasse ein Pflegebett übernimmt, lesen Sie in unserem Beitrag Pflegebett für zu Hause: Anspruch, Aufbau und Alltag.

Küche

  • Stehen Dinge, die täglich gebraucht werden, zwischen Hüft- und Schulterhöhe? Dann müssen Sie weder auf einen Stuhl steigen noch sich tief bücken.
  • Gibt es für seltene Fälle einen stabilen Tritt mit Haltebügel statt eines Stuhls?
  • Wird Verschüttetes sofort aufgewischt? Nasse Fliesen sind rutschig.
  • Ist die Arbeitsfläche gut ausgeleuchtet?
  • Müssen Teller und Tassen mit beiden Händen getragen werden? Ein Servierwagen oder ein Indoor-Rollator mit Tablett lässt eine Hand frei für Halt.
  • Gibt es einen Stuhl oder Hocker, um im Sitzen zu arbeiten, wenn das Stehen anstrengend wird?

Viele kleine Helfer, von der Greifhilfe bis zur Sitzhilfe, finden Sie in unserer Rubrik Hilfen für den Alltag.

Draußen im Herbst: Laub, Nässe und Dunkelheit

Im Herbst werden die Wege vor dem Haus schnell zur Rutschbahn. Nasses Laub ist glatt und verdeckt Kanten, und es wird früher dunkel. Ein kurzer Check vor der Haustür lohnt sich deshalb gerade jetzt.

  • Wird Laub auf Zugang, Stufen und Terrasse regelmäßig entfernt? Klären Sie, wer das übernimmt, wenn Ihre Eltern es nicht mehr selbst können.
  • Sind die Wege zur Haustür, zur Mülltonne und zum Briefkasten beleuchtet? Die Aktion Das Sichere Haus empfiehlt hier Licht, gern mit Bewegungsmelder.
  • Gibt es an Außenstufen einen Handlauf?
  • Sind Stufen und Rampen rutschhemmend? Bemooste oder glatte Platten sind bei Nässe gefährlich.
  • Werden draußen Schuhe mit rutschfester Sohle getragen, nicht die Hausschuhe?
  • Ist der Rollator bei Nässe einsatzbereit? Bremsen und Räder sollten sauber und frei von Laub sein.
  • Ist Ihre Mutter im Dunkeln gut zu sehen, zum Beispiel durch helle Kleidung oder Reflektoren?

Wie Sie mit dem Rollator bei Nässe und Laub sicher unterwegs sind und wie Sie die Bremsen prüfen, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Den richtigen Rollator finden – und richtig einstellen.

Faustregel für den Herbst: Licht an, Laub weg, feste Schuhe an – und lieber ein paar Minuten mehr Zeit einplanen.

Welche Hilfsmittel helfen, Stürze zu vermeiden?

Hilfsmittel geben Halt dort, wo die eigene Kraft oder Balance nicht mehr reicht. Besonders häufig helfen Haltegriffe, ein Rollator, Sitz- und Aufstehhilfen im Bad sowie gute Beleuchtung. Welches Hilfsmittel passt, hängt davon ab, wo und wobei jemand unsicher ist.

  • Haltegriffe: an WC, Dusche, Badewanne, aber auch neben dem Bett oder an der Wohnungstür. Wichtig ist eine feste Montage, die das Körpergewicht sicher trägt. Saugnapfgriffe sind nur so sicher wie der Untergrund, an dem sie haften.
  • Rollator: gibt beim Gehen Stabilität, drinnen oft als schmaler Indoor-Rollator. Voraussetzung ist, dass er richtig eingestellt ist.
  • Toilettensitzerhöhung, Duschhocker, Badewannenlifter: erleichtern Hinsetzen und Aufstehen im Bad.
  • Pflegebett: passt die Liegehöhe an und kann das Aufstehen erleichtern.
  • Rampen und Schwellenrampen: machen Kanten für Rollator und Rollstuhl befahrbar und nehmen Stolperkanten die Schärfe.
  • Licht: Nachtlichter und Leuchten mit Bewegungsmelder sind kleine Anschaffungen mit großer Wirkung.

Manche dieser Hilfsmittel kann die Ärztin oder der Arzt verordnen. Wie das abläuft, erklären wir im Beitrag Hilfsmittel von der Krankenkasse: So kommen Sie vom Rezept zur Lieferung. Für feste Umbauten wie eine bodengleiche Dusche kann die Pflegekasse bei einem Pflegegrad einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme gewähren.

Beispiel: Frau Helga, 84 Jahre, lebt allein. Ihre Tochter Katrin bemerkt, dass sich Helga im Bad am Handtuchhalter hochzieht und nachts im Dunkeln zur Toilette geht. Gemeinsam entscheiden sie sich für zwei Haltegriffe, eine Toilettensitzerhöhung, eine Antirutschmatte und ein Nachtlicht im Flur. Den Läufer im Schlafzimmer legt Helga selbst in den Schrank. Der Umbau dauert einen Nachmittag, und Helga fühlt sich spürbar sicherer.

Welche Rolle spielen Bewegung, Schuhe und Medikamente?

Eine sichere Wohnung ist nur ein Teil der Sturzprophylaxe. Mindestens genauso wichtig sind Kraft und Gleichgewicht, gut sitzende Schuhe und Medikamente, die nicht schwindelig oder müde machen. Hier lohnt sich das Gespräch mit Ärztin, Arzt oder Physiotherapie.

Bewegung und Balance

Regelmäßige Bewegung ist der wichtigste Schutz vor Stürzen. Das ZQP rät zu täglichen Spaziergängen und dazu, Bewegungsabläufe wie Treppensteigen oder das Gehen mit dem Rollator gezielt zu üben. Die DAK empfiehlt Kraft- und Balancetraining zwei- bis dreimal pro Woche über mindestens drei Monate. Welche Übungen sicher sind, klären Sie am besten mit einer Physiotherapeutin oder Ihrer Hausarztpraxis.

Schuhe und Kleidung

Tragen Sie Schuhe, in denen Sie sich sicher fühlen: bequem, gut passend und mit rutschfester Sohle. Das gilt auch für Hausschuhe. Offene, ausgetretene oder zu weite Pantoffeln bieten laut DAK wenig Halt. Achten Sie außerdem auf Hosen und Morgenmäntel, die nicht zu lang sind und nicht unter die Füße geraten.

Medikamente, Sehen und Gesundheit

Manche Medikamente können Schwindel, Müdigkeit oder Kreislaufprobleme auslösen. Werden mehrere Präparate eingenommen, können sie sich gegenseitig beeinflussen. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab, sondern bitten Sie die Hausarztpraxis, den Medikamentenplan mit Blick auf das Sturzrisiko zu prüfen. Lassen Sie auch Augen und Brille regelmäßig kontrollieren. Schwindel, häufiger nächtlicher Harndrang oder Probleme mit den Füßen gehören ebenfalls in die ärztliche Sprechstunde.

Was tun nach einem Sturz?

Nach einem Sturz gilt zuerst: ruhig bleiben und prüfen, ob etwas wehtut. Bei starken Schmerzen, Verdacht auf einen Knochenbruch, einer Kopfverletzung oder Benommenheit bleibt die Person liegen, und Sie rufen den Notruf 112. Auch ein scheinbar glimpflicher Sturz sollte ärztlich abgeklärt werden.

  • Nicht hochziehen: Ziehen Sie eine gestürzte Person nicht einfach an den Armen hoch. Das kann Verletzungen verschlimmern und Ihnen selbst schaden.
  • Wärmen und beruhigen: Decken Sie die Person zu, wenn sie auf den Rettungsdienst wartet, und bleiben Sie bei ihr.
  • Aufstehen nur ohne Beschwerden: Wer keine Schmerzen hat, steht langsam und in Etappen auf, mit Halt an einem stabilen Möbelstück. Wie das sicher geht, lässt man sich am besten vorher von einer Physiotherapeutin zeigen und übt es.
  • Ursache klären: Die DAK rät, auch ohne sichtbare Verletzung ärztlich abklären zu lassen, warum es zum Sturz kam. Oft steckt ein behandelbarer Grund dahinter.
  • Wohnung erneut prüfen: Gehen Sie die Stelle, an der der Sturz passiert ist, noch einmal mit der Checkliste durch.

Menschen, die allein leben, sollten Hilfe rufen können, auch wenn sie nicht mehr an das Telefon kommen. Ein Hausnotrufsystem kann dafür eine sinnvolle Ergänzung sein. Ein Mobiltelefon in der Hosentasche ist ein einfacher erster Schritt.

Gut zu wissen: Wer weiß, dass im Notfall schnell Hilfe kommt, bewegt sich oft mutiger – und das ist die beste Sturzprophylaxe.

Wir schauen uns Ihre Wohnung an

Manchmal sieht ein zweites Paar Augen mehr. Unsere Beraterinnen und Berater kommen auf Wunsch zu Ihnen nach Hause, gehen die Wege gemeinsam mit Ihnen ab und zeigen, wo ein Haltegriff, eine Sitzhilfe oder eine Rampe den Alltag sicherer macht. Die Beratung ist kostenlos. Lieferung und Montage übernehmen wir auf Wunsch gleich mit.

Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin vor Ort: telefonisch unter 0431 260435-00. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, oder Sie schreiben uns über unsere Kontaktseite. Mehr zu unserer Beratung zu Hause finden Sie auf der Serviceseite.