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Den richtigen Rollator finden – und richtig einstellen

Der richtige Rollator passt zu Ihren Wegen, zu Ihrer Wohnung und zu Ihrem Körper – nicht umgekehrt. Wer viel im Auto unterwegs ist, profitiert von einem Leichtgewichtrollator, wer auf Waldwegen läuft, von einem Outdoor-Modell, und in engen Wohnungen hilft ein schmaler Indoor-Rollator. Die Griffe gehören etwa auf Höhe der Handgelenke, wenn die Arme locker hängen.

Ein Rollator soll Ihnen Sicherheit geben und Wege wieder leichter machen. Das gelingt nur, wenn Modell und Einstellung wirklich zu Ihnen passen.

Kurz gesagt: Wählen Sie den Rollator nach Ihren Wegen. Für den Alltag in Stadt und Wohnung reicht oft ein Standard-Rollator. Wer ihn häufig ins Auto hebt, fährt mit einem Leichtgewichtrollator besser. Für Feldwege und Kopfsteinpflaster eignet sich ein Outdoor-Rollator, für enge Wohnungen ein schmaler Indoor-Rollator. Die Griffe stellen Sie so ein, dass sie bei locker hängenden Armen etwa auf Höhe Ihrer Handgelenke liegen.

Welcher Rollator ist der richtige?

Der richtige Rollator ist der, mit dem Sie aufrecht, sicher und ohne große Mühe unterwegs sind. Entscheidend sind drei Fragen: Wo gehen Sie hauptsächlich? Wie oft müssen Sie den Rollator tragen oder transportieren? Und was muss er aushalten? Ein teures Modell ist nicht automatisch das bessere.

Der erste Rollator wird oft in einer Ausnahmesituation gekauft, etwa nach einem Sturz. Gehen Sie trotzdem kurz Ihren Alltag durch: Sind Sie vor allem in der Wohnung unterwegs? Fahren Sie mit dem Bus zum Einkaufen? Möchten Sie an der Förde spazieren gehen? Jede Antwort verschiebt die Auswahl ein wenig.

Auch das Gewicht des Rollators hat zwei Seiten. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) weist darauf hin: Mit einem schwereren Rollator steht man stabiler, leichtere Modelle lassen sich einfacher steuern. Was für Sie wichtiger ist, hängt davon ab, wie sicher Sie auf den Beinen sind und wie viel Kraft Sie in den Armen haben. Bei Unsicherheit fragen Sie am besten Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Physiotherapeutin.

Die vier Rollator-Arten im Vergleich

Wir ordnen Rollatoren in vier Gruppen: Standard-Rollatoren, Leichtgewicht- und Premiumrollatoren, Outdoor-Rollatoren und Indoor-Rollatoren. Die Tabelle zeigt, wofür sie gedacht sind und wo ihre Grenzen liegen.

Rollator-ArtTypischer EinsatzVorteileGrenzen
Standard-RollatorAlltag drinnen und draußen, Einkauf, ArztbesucheRobust, mit Sitzfläche, Korb und Tablett; auf Rezept erhältlichSchwerer als Leichtgewichtmodelle; meist quer faltbar, gefaltet kippt er leicht um
Leichtgewicht-/PremiumrollatorHäufiger Transport im Auto, Reisen, Treppen zur WohnungDeutlich leichter; viele Modelle falten längs und stehen gefaltet von alleinÜber das Kassenmodell hinaus oft mit Eigenanteil verbunden; weniger Eigengewicht bedeutet etwas weniger Standfestigkeit
Outdoor-RollatorSpaziergänge auf Feld- und Waldwegen, Kies, KopfsteinpflasterGrößere Räder, robuster Rahmen, oft Luftreifen, die Stöße besser abfangenGrößer und oft schwerer; Luftreifen brauchen regelmäßige Druckkontrolle
Indoor-RollatorWohnung, enge Flure, Wege zwischen Küche und SesselSchmal und wendig, häufig mit Tablett für Teller und TassenFür längere Wege draußen nicht gedacht; manche Modelle haben keine Sitzfläche

Was ist ein Leichtgewichtrollator?

Ein Leichtgewichtrollator ist ein Rollator mit besonders leichtem Rahmen, zum Beispiel aus Aluminium oder Carbon. Er lässt sich leichter anheben, verstauen und steuern. Die Stiftung Warentest hat 2025 unter anderem Carbon-Modelle mit gut fünf Kilogramm Gewicht geprüft.

Ein praktischer Unterschied liegt im Faltmechanismus. Leichtgewichtrollatoren sind laut Stiftung Warentest meist Längsfalter: Sie werden schmal zusammengeklappt und stehen dann von allein. Standard-Rollatoren sind dagegen Querfalter. Sie sind etwas klobiger und kippen gefaltet schnell um. Wer den Rollator oft in den Kofferraum hebt oder im Flur abstellt, merkt diesen Unterschied jeden Tag. In unserer Rollator-Auswahl finden Sie Leichtgewicht- und Premiummodelle unter anderem von Rollz, Saljol, Rehasense und ACRE.

Wann lohnt sich ein Indoor-Rollator?

Ein Indoor-Rollator lohnt sich, wenn Sie sich in der Wohnung unsicher fühlen und ein normaler Rollator dort zu breit oder zu sperrig ist. Er ist schmaler gebaut, dreht auf kleiner Fläche und hat oft ein Tablett. So tragen Sie Ihren Tee sicher vom Herd zum Tisch, ohne eine Hand vom Griff zu nehmen.

Manche Menschen nutzen zwei Rollatoren: einen schmalen für drinnen und einen robusten für draußen.

Worauf sollten Sie bei der Rollator-Auswahl achten?

Achten Sie bei der Rollator-Auswahl auf die engsten Stellen Ihrer Wohnung, auf den Transport, auf Ihr Körpergewicht und auf Sitz, Bremsen und Räder. Wenn Sie diese Punkte vorher klären, ist die Beratung im Sanitätshaus kürzer und das Ergebnis passt besser.

  • Wohnung und Türbreite: Messen Sie die engste Tür, durch die Sie mit dem Rollator müssen, oft ist es das Badezimmer. Vergleichen Sie diese Breite mit der Gesamtbreite des Rollators. Denken Sie auch an Flure mit Kurven, Teppichkanten und Türschwellen.
  • Transport im Auto oder Bus: Prüfen Sie, ob Sie oder Ihre Angehörigen den gefalteten Rollator sicher anheben können. Passt er in Ihren Kofferraum? Muss er Treppen hinauf in die Wohnung?
  • Körpergewicht und Belastbarkeit: Jeder Rollator hat ein maximales Benutzergewicht. Bei den von der Stiftung Warentest geprüften Modellen lag es zwischen 130 und 150 Kilogramm. Für höhere Körpergewichte gibt es verstärkte Modelle, oft als XXL- oder HD-Rollator bezeichnet.
  • Sitzfläche: Wenn Sie unterwegs Pausen brauchen, ist ein stabiler Sitz wichtig. Probieren Sie aus, ob Sie bequem sitzen und ohne Mühe wieder aufstehen können. Eine Rückenstütze gibt zusätzlichen Halt.
  • Bremsen: Die Bremshebel müssen gut erreichbar sein und sich mit Ihrer Handkraft bedienen lassen. Wichtig ist eine Feststellbremse, die hörbar einrastet.
  • Räder: Kleine Räder sind wendig in der Wohnung. Größere Räder rollen leichter über Pflaster, Kanten und Wiesenwege. Luftreifen federn gut, Vollreifen sind wartungsarm und pannensicher.
  • Griffe und Zubehör: Die Griffe sollten gut in der Hand liegen. Korb, Tasche, Stockhalter oder Beleuchtung machen den Alltag leichter. Für Menschen, die sich nicht gut mit den Händen abstützen können, gibt es Rollatoren mit Unterarmauflagen.

Beispiel: Frau Gerda, 81 Jahre, wohnt im zweiten Stock ohne Aufzug. Ihr Sohn holt sie am Wochenende mit dem Auto ab. Für sie zählt vor allem, dass der Rollator leicht ist und gefaltet stabil steht. Herr Werner, 76 Jahre, wohnt ebenerdig und läuft jeden Tag eine Runde durch den Park. Für ihn sind größere Räder und ein bequemer Sitz wichtiger als ein Kilogramm weniger.

Merksatz: Nicht der Rollator mit den meisten Extras ist der beste, sondern der, den Sie jeden Tag gern und sicher benutzen – richtig eingestellt und passend zu Ihren Wegen.

Wie stelle ich die Griffhöhe am Rollator richtig ein?

Stellen Sie die Griffe so ein, dass sie etwa auf Höhe Ihrer Handgelenke liegen, wenn Sie aufrecht stehen und die Arme locker hängen lassen. Beim Umfassen der Griffe sind Ihre Ellenbogen dann leicht gebeugt. Diese Faustregel empfehlen sowohl der Deutsche Verkehrssicherheitsrat als auch das Zentrum für Qualität in der Pflege.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor. Am besten machen Sie das zu zweit.

  1. Schuhe anziehen: Tragen Sie die Schuhe, mit denen Sie meistens unterwegs sind. Die Sohlenhöhe verändert das Ergebnis.
  2. Aufrecht hinstellen: Stellen Sie sich gerade hin, den Blick nach vorn. Halten Sie sich bei Bedarf an einem stabilen Möbelstück oder am festgestellten Rollator fest.
  3. Arme hängen lassen: Lassen Sie die Arme locker neben dem Körper hängen, ohne die Schultern hochzuziehen.
  4. Höhe messen: Ihre Begleitperson misst den Abstand vom Boden bis zur Handgelenkfalte. Notieren Sie den Wert.
  5. Beide Griffe einstellen: Lösen Sie die Verstellung, schieben Sie die Griffe auf die gemessene Höhe und ziehen Sie die Verschlüsse wieder fest. Beide Griffe müssen gleich hoch stehen. Viele Modelle haben dafür eine Skala am Griffrohr. Beachten Sie die Markierung für den höchsten zulässigen Auszug.
  6. Probe gehen: Stellen Sie sich in den Rollator und fassen Sie die Griffe. Die Ellenbogen sollten leicht gebeugt sein, der Rücken gerade. Gehen Sie einige Meter und korrigieren Sie in kleinen Schritten, wenn sich etwas unbequem anfühlt.

Die Faustregel ist ein guter Startpunkt. Bei Schmerzen in Schultern oder Rücken, nach einer Operation oder bei neurologischen Erkrankungen sollten Sie die Einstellung mit Ihrer Physiotherapie oder mit uns gemeinsam prüfen.

Griffhöhe am Rollator richtig messen: aufrecht stehen, Arme locker hängen lassen, Abstand vom Boden bis zur Handgelenkfalte messen, Griffe auf diese Höhe einstellen, Ellenbogen beim Greifen leicht gebeugt

Woran erkenne ich, dass die Griffhöhe nicht passt?

Sind die Griffe zu niedrig, beugen Sie sich beim Gehen nach vorn. Der Rücken rundet sich, der Nacken wird überstreckt, und Sie schieben den Rollator vor sich her. Sind die Griffe zu hoch, ziehen Sie die Schultern hoch und können sich weniger gut abstützen. Typische Folgen sind Verspannungen im Nacken und schnelle Ermüdung. Beides ist ein Zeichen, die Höhe noch einmal zu prüfen.

Wie prüfe ich die Bremsen am Rollator?

Prüfen Sie die Bremsen vor jeder Benutzung: Der Rollator darf sich bei gezogener Bremse nicht mehr schieben lassen, und die Feststellbremse muss sicher einrasten. Hersteller weisen in ihren Gebrauchsanleitungen ausdrücklich auf diesen Check hin. Er dauert keine halbe Minute.

Rollatoren haben zwei Bremsfunktionen. Mit der Betriebsbremse bremsen Sie während des Gehens, indem Sie die Hebel zu sich ziehen. Die Feststellbremse aktivieren Sie bei vielen Modellen, indem Sie die Bremshebel nach unten drücken, bis sie einrasten. So prüfen Sie beide:

  • Ziehen Sie beide Bremshebel an und versuchen Sie, den Rollator nach vorn zu schieben. Er sollte deutlich gebremst werden.
  • Drücken Sie die Hebel in die Feststellposition. Der Rollator darf sich jetzt nicht mehr bewegen, auch nicht, wenn Sie sich leicht auf die Griffe stützen.
  • Achten Sie darauf, dass beide Seiten gleich stark bremsen.
  • Entfernen Sie Schmutz, Laub oder Haare von Bremsflächen und Rädern. Abgenutzte Reifen verringern die Bremswirkung.

Lässt die Bremswirkung nach, sollten die Bremsen nachgestellt werden. Das ZQP empfiehlt außerdem, den Rollator mindestens einmal im Jahr im Sanitätsfachgeschäft warten zu lassen. Bei Problemen hilft unser Reparaturservice – vor Ort oder in unserer Werkstatt, bei Bedarf mit Leihgerät.

Rollator auf Rezept – was zahlt die Kasse?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt einen Rollator, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ihn verordnet und er medizinisch notwendig ist. Sie zahlen dann in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung. Rollatoren sind im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands in der Produktgruppe 10 „Gehhilfen“ aufgeführt.

Die Zuzahlung beträgt derzeit 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro, sofern Sie nicht von Zuzahlungen befreit sind. Mit dem im Juli 2026 beschlossenen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werden die Zuzahlungen um die Hälfte angehoben. Für Hilfsmittel bedeutet das nach aktuellem Stand ab dem 1. Januar 2027 mindestens 7,50 und höchstens 15 Euro.

Wünschen Sie ein Modell, das über das medizinisch Notwendige hinausgeht, etwa einen besonders leichten Carbon-Rollator, tragen Sie die Mehrkosten selbst. Die Verbraucherzentrale betont: Sie haben immer Anspruch auf ein Angebot, das vollständig von der Krankenkasse finanziert wird. Das Sanitätshaus muss Sie dazu beraten und lässt sich diese Beratung von Ihnen schriftlich bestätigen.

Viele große Krankenkassen stellen laut Stiftung Warentest oft nur Standard-Rollatoren zur Verfügung. Ob ein leichteres oder spezielles Modell übernommen wird, entscheidet die Kasse im Einzelfall. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an, wenn ein Standardmodell für Ihre Situation nicht ausreicht. Ihr Rezept können Sie uns bequem über den Rezeptupload schicken. Die Abwicklung mit der Krankenkasse übernehmen wir.

Wie der Weg vom Rezept bis zur Lieferung genau abläuft, lesen Sie in unserem Beitrag vom Rezept bis zur Lieferung.

Brauchen Sie einen Rollator nur für eine begrenzte Zeit, etwa nach einer Operation, fragen Sie auch nach unseren Hilfsmitteln zur Miete.

5 typische Fehler beim Rollatorgehen

Die häufigsten Fehler entstehen nicht durch den Rollator selbst, sondern durch Gewohnheiten. Die gute Nachricht: Alle fünf lassen sich mit wenig Übung abstellen.

  1. Hinter dem Rollator gehen statt im Rollator. Wer den Rollator weit vor sich herschiebt, beugt sich nach vorn und verliert an Kontrolle. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat rät: Führen Sie den Rollator nah am Körper und gehen Sie im Rollator, nicht dahinter. Das ZQP ergänzt: Ihre Füße sollten sich dabei zwischen den Hinterrädern befinden.
  2. Griffe zu hoch oder zu niedrig. Oft wurde der Rollator einmal eingestellt und nie wieder geprüft. Oder mehrere Personen nutzen ihn. Kontrollieren Sie die Griffhöhe regelmäßig, besonders wenn Sie andere Schuhe tragen.
  3. Hinsetzen ohne Feststellbremse. Setzen Sie sich nur auf den Rollator, wenn die Feststellbremse eingerastet ist. Sonst kann er wegrollen, gerade auf leicht abschüssigen Wegen.
  4. Am Rollator hochziehen. Der Rollator ist keine Aufstehhilfe. Das ZQP empfiehlt: Rutschen Sie auf der Sitzfläche etwas nach vorn, stellen Sie einen Fuß möglichst etwas unter den Stuhl und drücken Sie sich mit beiden Händen von den Armlehnen ab. Greifen Sie erst dann zu den Griffen des festgestellten Rollators. Zum Hinsetzen fahren Sie langsam rückwärts an den Stuhl heran und stellen vorher die Bremsen fest.
  5. Sich auf dem Rollator schieben lassen. Ein Rollator ist kein Rollstuhl. Setzen Sie sich während der Fahrt keinesfalls darauf, auch nicht für ein kurzes Stück. Auch im Bus sollten Sie nicht auf dem Rollator sitzen.

Unsicherheiten lassen sich gut in einem Training abbauen. Viele örtliche Verkehrswachten bieten Rollatortrainings an, in denen Bremsen, Wenden und das Überwinden von Hindernissen geübt werden.

Wie bleibe ich mit dem Rollator im Herbst sicher?

Im Herbst werden Wege rutschiger und es wird früher dunkel. Gehen Sie deshalb langsamer, tragen Sie Schuhe mit rutschfester Sohle und sorgen Sie dafür, dass Sie gut gesehen werden. Prüfen Sie die Bremsen jetzt besonders gründlich.

Nässe, Laub und Dunkelheit

  • Rutschgefahr ernst nehmen: Auf nassem, schmutzigem, frostigem oder verschneitem Untergrund besteht Rutschgefahr, darauf weisen Hersteller ausdrücklich hin. Nasses Laub kann glatt sein und Kanten verdecken. Umgehen Sie Laubhaufen, wenn es möglich ist.
  • Bremsen und Räder sauber halten: Entfernen Sie nach dem Spaziergang Laub und Schmutz von Rädern und Bremsen.
  • Sichtbar sein: Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat empfiehlt, den Rollator mit Beleuchtung auszustatten. Reflektierende Klebefolie lässt sich an fast jedem Modell anbringen. Tragen Sie helle, kontrastreiche Kleidung mit reflektierenden Elementen.
  • Zeit einplanen: Wer es eilig hat, geht unsicherer. Planen Sie lieber ein paar Minuten mehr ein.

Wie komme ich mit dem Rollator sicher über einen Bordstein?

Beim Hinauffahren kippen Sie den Rollator an und stellen zuerst die Vorderräder auf den Bordstein. Beim Hinunterfahren setzen Sie zuerst den Rollator ab und steigen erst nach, wenn er sicher steht. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat beschreibt die Schritte so:

  1. Hinauf: Gehen Sie nah an den Bordstein heran. Drücken Sie die Griffe nach unten, sodass sich die Vorderräder anheben.
  2. Schieben Sie die Hinterräder bis an die Kante und setzen Sie die Vorderräder auf den Bordstein.
  3. Heben Sie den Rollator hinten an und schieben Sie ihn ganz auf den Bordstein. Steigen Sie dann nach.
  4. Hinunter: Fahren Sie zuerst den Rollator vom Bordstein herunter.
  5. Steigen Sie erst hinunter, wenn der Rollator sicher steht.

Einige Modelle haben eine Ankipphilfe. Auf diesen Tritt am Rahmen drücken Sie mit dem Fuß. So heben sich die Vorderräder deutlich leichter an, als wenn Sie nur mit den Armen arbeiten. Fragen Sie im Fachhandel, ob sich eine Ankipphilfe an Ihrem Rollator nachrüsten lässt. Steigen Sie im Bus möglichst in der Mitte ein und sichern Sie den Rollator während der Fahrt mit der Feststellbremse. Treppen und Rolltreppen sind mit dem Rollator tabu.

Stolperfallen gibt es auch zu Hause: Türschwellen, Balkonaustritte oder die Stufe zur Terrasse. Hier helfen oft Rampen und Türschwellenrampen, damit der Rollator ohne Anheben darüber rollt.

Wann reicht ein Rollator nicht mehr aus?

Ein Rollator ist die richtige Hilfe, solange Sie sicher stehen und aus eigener Kraft gehen können. Wenn Sie nur noch sehr kurze Strecken schaffen, häufig stürzen oder sich stark auf die Griffe stützen müssen, ist es Zeit für ein Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Manchmal ist dann ein Rollstuhl für längere Wege sinnvoll, während der Rollator in der Wohnung bleibt. Für Menschen, die noch gern selbstständig einkaufen oder Ausflüge machen, kann auch ein Elektromobil infrage kommen. Einen Überblick finden Sie auf unseren Seiten zu Rollstühlen und zu Elektro-Rollstühlen und Elektro-Scootern. Bei der Frage, welche Hilfe gerade passt, beraten wir Sie gern, auch bei Ihnen zu Hause.

Probefahren statt raten

Ob ein Rollator passt, spüren Sie am besten nach ein paar Metern. Besuchen Sie unsere Ausstellung in Kiel-Holtenau, Immelmannstraße 2-6. Dort können Sie verschiedene Rollatoren in Ruhe testen, und wir stellen die Griffhöhe gemeinsam mit Ihnen ein. Bringen Sie gern Ihre Angehörigen mit, vor allem, wenn diese den Rollator später ins Auto heben.

Rufen Sie uns an unter 0431 260435-00 und vereinbaren Sie Ihren Termin. Unsere Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Sie können uns auch über unsere Kontaktseite schreiben. Einen ersten Überblick bietet Ihnen unsere Rollator-Auswahl.